Die
Brücke ist Teil mehrerer Neubauprojekte die im Rahmen der
Internationalen Bauausstellung IBA in Wilhelmsburg Hamburg
realisiert werden.
Das statische Grundprinzip der 22 m langen und 3 m breiten
Fußgängerbrücke ist der gebogene Fachwerkträger. Um eine behindertengerechte
Brückenüberquerung zu gewährleisten wurde eine Fahrbahnneigung
auf 6% Gefälle festgesetzt. Als Ober- und Untergurt wurden
zwei HEB Träger gewählt wobei der Obergurt gleichzeitig als
Auflage für den Holzhandlauf dient. Durch die dunkle Farbgebung
der Ober- und Untergurte treten hauptsächlich die weißen senkrechten
Pfosten und der Handlauf aus in Erscheinung. Dies unterstreicht
den schwebenden Charakter der filigranen Brücke.
Jeder einzelne Pfosten und jede Diagonale werden, um eine
möglichst filigranes Erscheinungsbild in der Ansicht zu erreichen,
durch drei schmalere Hohlprofile bzw. Rundprofile ersetzt.
Um Verschneidungen mit den Pfosten zu vermeiden werden die
Diagonalen aus der Pfostenebene nach innen verschoben.
Als Absturzsicherung dienen Flachstähle, die zwischen die
Pfosten eingefügt werden. Durch die Aufteilung der statischen
Last auf jeweils 3 Stützen wird die Stärke der einzelnen Pfosten
verringert. Dadurch wird der Unterschied zwischen Pfosten
und Flachstählen verringert und es entsteht ein homogenes
Bild aus vertikalen Lamellen. In der landschaftlich geprägten
Umgebung entsteht ein spannendes Schattenspiel zwischen Konstruktion
und Umwelt.