Die U-Bahnstation Baumwall wird die zukünftige Haltestelle
der Elbphilharmonie. Um die Haltestelle in seinem aufgewertetem
städtischen Umfeld zu etablieren, wird das Gebäude saniert
und umgebaut.
Die Baumaßnahmen an der Station Baumwall umfasst drei
Teilbereiche, die zeitgleich ausgeführt werden; die
Sanierung der Bahnsteighalle, der Umbau des Zugangsgebäudes
mit neuem Eingang West und Umbau und Sanierung des Zugangsbereiches
Eingang Ost
Das Gesamtkonzept reduziert die Haltestelle auf die
in Ihrer Grundstruktur angelegten Bauteile, macht diese
erfahrbar und ergänzt sie um ein neu geschaffenes Element
aus Zugang West und Ost in einheitlicher Gestaltung.
Die so erzielte Klarheit der Bauteile und ihrer Lage
zueinander vermittelt eine neue, erfahrbare gestalterische
Qualität. Das Projekt verfolgt im Grundsatz zwei Ansätze.
Die Umsetzung der formulierten Entwurfsaufgabe einer
fußläufige Anbindung an die westliche Hafencity in einem
gestalterischen Gesamtkonzept mit den Planungen zum
Vorplatz von Herzog de Meuron. Die Einbindung der an
der Station Baumwall vorgenommenen Veränderungen in
Form von diversen An- und Umbauten in ein gestalterisches
Gesamtkonzept.
Der Entwurf zur Anbindung der Haltestelle Baumwall an
die westliche Hafencity ist geprägt durch den kontextuellen
Umgang mit der vorhandenen denkmalwürdigen Bausubstanz.
Die Veränderung des Bestandes, die man durchaus auch
kritisch sehen kann, wird von den Architekten als Chance
verstanden, dem ungeordneten Nebeneinander verschiedener
Eingriffe in die ursprüngliche Bausubstanz, zu einer
neuen ablesbaren Qualität zu verhelfen.
Die Sanierung der Bahnsteighalle orientiert sich, bis
auf die Neugestaltung der Gebäudetechnik, am Originalentwurf.
Das Ergebnis wird die Bahnsteighalle in einem Zustand
zeigen, der dichter am Ursprungsgebäude ist, als der
heutige Zustand.
Baudaten Sanierung und Umbau der U-Bahn-Haltestelle
Baumwall
Ort: Hamburg
Bauherr: Hamburger
Hochbahn AG
Entwurf: Michael Blunck, Henning Rose
Tragwerksplanung: WTM
Engineers GmbH
Bauvolumen: ca. 4,5 Mio Euro
Planung: 2009
Fertigstellung: Oktober 2010